Ergänzend zum Skript gibt es das EU AI Act Playbook. Es erläutert die wichtigsten Inhalte der KI-Verordnung anhand von plakativen Bildern und kurzen Geschichten. Die Bilder sind so gewählt, dass sie im Sinne von „Eselsbrücken“ funktionieren. Insofern stützt sich das Playbook auf anerkannte Mnemotechniken und serious play Methoden. Am Ende verweist das Playbook zur Vertiefung auf einige Inhalte des Skripts Grundwissen KI-Recht. Das Playbook kann als PDF in deutscher und englischer Sprache kostenlos downgeloadet werden.

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Das Ziel des EU AI Act Playbooks ist es, das Verständnis relevanter Grundlagen der KI-Verordnung mit plakativen Bildern zu fördern. KI und ihre Regulierung betreffen nämlich jeden und nicht nur Juristen.

Und der EU AI Act ist das zentrale Instrument, um Vertrauen der Gesellschaft in die verantwortungsvolle Nutzung von KI zu schaffen. Doch was nutzt die beste Regulierung, wenn sie nur von wenigen verstanden wird? Wenn sie für viele andere so komplex und abstrakt erscheint, dass sie eher irritiert, als Vertrauen zu fördern?

Es geht primär darum, ein hoch komplexes und zugleich sehr abstraktes Thema verständlich und einprägsam zu vermitteln. Hier setzt das EU AI Act Playbook an: Es nutzt plakative Methoden zur Erklärung der KI-Verordnung. Sie wirken spielerisch – doch im Hinblick auf die Zielsetzung sind sie ernsthaft. Insofern hat dieses Playbook das Ziel, die KI-Verordnung nicht nur verständlicher, sondern KI insgesamt vertrauenswürdiger zu machen.

Das Playbook stellt 15 wichtige KI-Elemente vor, die im Kontext der KI-Verordnung Relevanz besitzen. U.a. KI-System, GPAI-Modell, Anbieter, Betreiber, Risiko-Klassen, KI-Kompetenz oder System-Daten. Wichtig ist nicht nur, die einzelnen Elemente sicher zu unterscheiden, sondern auch ihr Zusammenspiel zu verstehen.

Ein wichtiger Aspekt vorab: Wieso macht ein solches Playbook Sinn? Selbst für Juristen? Es ist die Abstraktheit vieler KI-Elemente, die ihre Regulierung besonders komplex wirken läßt. Zudem klingen viele rechtliche Begriffe ähnlich – wie „KI-System“ oder „KI-Modell“. Was kann man sich unter dem einen und was unter dem anderen vorstellen? Um einprägsame Bildwelten zur KI-Verordnung zu schaffen, nutzt das EU AI ACT Playbook Mnemotechniken von Gedächtnisweltmeistern und die Serious-Play-Methoden bekannter Hersteller wie LEGO oder playmobil pro.

Das KI-System wird in der zweiten Station mit einem „maschinellen Ei“ symbolisiert. Dafür gibt es gute Gründe. Welche dies sind, wird im Playbook erklärt. Ein Ei kann z.B etwas in sich integrieren, sich weiterentwickeln und am Ende auch noch Outputs ermöglichen. Erläutert werden auch drei in diesem „maschinellen Ei“ enthaltene Komponenten-Fächer: Für die Interaktionsschnittstellen, die Modell-Intelligenz und für systemische Daten.

Die KI-Verordnung regelt nur eine besondere Art des KI-Modells: Das „KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck“ (GPAI-Modell). Es wird im Playbook aus verschiedenen Gründen mit einer Koralle verglichen. Es hat nämlich einen „kleinen unregulierten Bruder“: Den Polypen (KI-Modell). Und es hat die große noch etwas strenger regulierte Schwester: Das Korallenriff (KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck und systemischen Risiken). Letzteres trägt als großes Ökosystem das Risiko einer „Korallenbleiche“.

Diese Station gehört zu den wichtigsten, denn aufgrund von kleinen farbigen Hütchen wird deutlich, dass ein und der gleiche Akteur mehrere Rollen besitzen kann (z.B. Anbieter, Betreiber des GPAI-Systems und zusätzlich nachgelagerter Anbieter des GPAI-Modells) und dass sich diese Rollen auf der Zeitachse verändern können. Die Hütchen helfen aber auch, die mit den Rollen verbundenen Aktivitäten wie das Inverkehrbringen oder die Inbetriebnahme besser zu verstehen bzw. typischen Rollen in der KI-Wertschöpfungskette zuzuordnen.

Die Risiko-Klassen stehen im Zentrum von Station acht. Was läge näher, als die verbotenen Risiken mit einem „T-Rex“ zu vergleichen? Aber es gibt auch andere Tiere, die hier eine Rolle spielen – immer vorausgesetzt, dass sie aus einem Ei schlüpfen können. Da sind z.B. das Krokodil, die Schlange, der Papagei und die Schildkröte. Jedes dieser Tiere kann auch in der Realität (quasi als Output) aus einem Ei schlüpfen. Und jedes steht für andere Risiken.

In Station sechs des Playbooks geht es um die Pflichten – und z.T. auch um deren Entmystifizierung. Es gibt fraglos sehr wichtige Pflichten – und die müssen ohne „Wenn und Aber“ ernsthaft umgesetzt werden. Doch einige Pflichten werden in den Medien auch etwas überdramatisiert. Insofern gilt: Das Thema Pflichten (wie auf dem Bild) in Ruhe angehen. Besondere Aufmerksamkeit wird im Playbook der Vermittlung von KI-Kompetenz gewidmet. Ihr Symbol: Das individuell gestaltete „Häuschen der KI-Kompetenz“.

Station sieben des EU AI Act Playbooks setzt sich mit verschiedenen Arten von Daten auseinander: Den Modelldaten, Systemdaten und zudem schlechten (Eingabe-)Daten. Dabei wird zwischen „Korallen-Perlen“, „echten Perlen“ und „Kieseln“ unterschieden. Diese werden mit verschiedenen Daten-Anforderungen der KI-Verordnung in Relation gesetzt. Die Datentypen korrelieren u.a. mit den in Station zwei skizzierten „Komponentenfächern“ von KI-Systemen: Eingabedaten betreffen die Interaktion, Modelldaten die Intelligenz und „echte Perlen“ das Fach der System-Daten..

In Station acht des EU AI Act Playbooks werden die vorherigen Stationen zunächst kurz wiederholt. Hinzu kommen Verweise auf konkrete Normen des EU AI Acts und Inhalte des Skripts Grundwissen KI-Recht. Ein Beispielsfall ist ebenfalls in diesem Abschnitt enthalten. Anhand der Symbole des Playbooks wird untersucht, ob die beiden remote-Services „gpt-5“ und „gpt-4o-search-preview“ GPAI-Modelle oder GPAI-Systeme sind bzw. welche Konsequenzen die Differenzierung haben kann. Szenario ist die Integration der beiden Services in einen Unternehmens-Chatbot.

Zusammenfassend vermittelt das Playbook auf 80 gut verständlichen Seiten mit spielerischen Mitteln die Bedeutung von 15 relevanten KI-Protagonisten und ihrem regulatorischen Zusammenspiel.

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